«ex-positions»
Kollektivausstellung «Spuren / Traces 03»
Edition 2003
5. - 28. September 03

Pablo, 2003 © Ruth Erdt

Kunstvesper : Performance mit Christa de Carouge

5. September 2003, 18 Uhr
Dauer der Show: ca. 1/2 Stunde
Ort: Stadtkirche Biel, Ringplatz
Ungefähre Anzahl Plätze: 500
In Zusammenarbeit mit: Martina Schwarz, Andreas und Raphael Urweider: Texte / Daniel Glaus: Musik / Sängerinnen und
Sängern des Theaters Biel-Solothurn: Models


Christa de Carouge ist seit 25 Jahren als Modeschöpferin tätig. Aus diesem Anlass organisiert sie in Biel für die Vernissage der Bieler Fototage eine Performance. Sie wird, bevor diesen Herbst das Jubiläumsfest in Zürich steigt, ihre neue Kollektion präsentieren. Die Ästhetik der Stylistin mit Wurzeln in Zürich und Genf ist geprägt von Spiritualität – was gäbe es also für einen idealeren Ort als die Bieler Stadtkirche, um ihre neuen Kreationen zu präsentieren? Dreissig Sängerinnen und Sänger des Theaters Biel-Solothurn, allesamt keine professionellen Models, werden die Kleider- Kreationen zum Leben erwecken. Untermalt wird die Modeshow von Musik, die von Daniel Glaus eigens für diesen Anlass komponiert wurde und auf der Orgel der Kirche vorgetragen wird. Der Schnitt der Kleider, die Wahl der Stoffe (reine Seide) und deren Textur, aber auch die Farben, die Christa de Carouge ausgewählt hat, erinnern an buddhistische Klosterkleidungen, mit denen sich die Modeschöpferin anlässlich ihrer Reisen in den Tibet und nach Japan vertraut gemacht hat. Die weiten Kleider, die Unisex-Tunikas ähneln, sind leicht zu tragen und überzeugen durch die Einfachheit der Formen. Die klar geschnittenen Stoffe leuchten manchmal in feurigem Rot, einer Farbe, die Christa de Carouge neu in ihrer Kollektion verwendet. Die Modeschöpferin lässt sämtliche überflüssigen Gadgets weg und setzt auf reine Formen und Farben. Sie beschränkt sich auf das Wesentliche und reduziert ihre Kollektion auf das dichte und intensive Minimum.

Top

 

   
Archives: 06 | 05 | 04 | 03 Website by aquaverde Impressum
 
Ruth Erdt
Isabelle Steiner
Patrick Pfeiffer
Kunstvesper : Performance mit Christa de Carouge
Kinderausstellung
Hörsaal
Filmpodium

Christa de Carouge (mit richtigem Namen Christa Furrer) wurde 1936 in Basel geboren. Sie verbringt ihre Kindheit in Zürich und lässt sich dort zur Grafikerin ausbilden. Ihre Tätigkeit als Modeschöpferin nimmt sie ab 1965 auf, ohne zuvor eine spezielle Ausbildung absolviert zu haben. 1978 wählt sie die Stadt Genf, um ihre erste Kollektion zu präsentieren, danach eröffnet sie ihren ersten Laden in Carouge. Das Jahr 1984 bildet einen entscheidenden Wendepunkt in ihrer Karriere: Sie entdeckt Japan und den Buddhismus, von dem sie sich für ihre weiteren Kreationen inspirieren lässt. 1988 kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück und eröffnet einen Laden in Zürich.

Bibliographie
CAROUGE, Christa de, Habit – Habitat. Baden : Editions Werner Blaser et Lars Müller, 2000.